Schabenhausen wird zur Narrenhochburg – Dämmerungsumzug, Besen, Discozelt und Halle sind ein voller Erfolg
Schabenhausen verwandelte sich am Samstag, 17. Januar 2026, in ein riesiges Narrendorf. Die Schlierbachnarren Schabenhausen e.V. feierten unter dem originellen Motto "7-Quadrat plus 2" ein Jahr verspätet ihr 50-jähriges Jubiläum – und das mit einem Fest, das dank engagierter Helfer und einer starken Gemeinschaft reibungslos über die Bühne ging.
Ein Fest der Gemeinschaft
25 Zünfte mit mehr als 1100 Hästrägern und Musikern folgten der Einladung der Schlierbachnarren und verwandelten den knapp 600 Einwohner zählenden Ort in eine pulsierende Narrenhochburg. "Wir sind überwältigt von der großartigen Unterstützung", zeigte sich Zunftmeister Willi Veelker begeistert. Die Wertschätzung, die die Narrenzunft Schabenhausen im näheren Umland und bei der Schwarzwälder Narrenvereinigung (SNV) genießt, wurde nicht nur durch die Teilnahme nahezu aller benachbarten Zünfte deutlich, sondern auch durch die prominent besetzte Ehrentribüne.
Neben Bürgermeister Martin Ragg und Ortsvorsteher Wilfried Greinus verfolgten SNV-Präsidentin Anne-Rosel Schwarz, Vizepräsident Karlheinz Bähr, Chronist Volker Ositschan, Erznarr Wendelin Singler und Ehrenpräsident Gebhard Merz den abwechslungsreichen Umzug, der vom Kohlerberg über die Billingerstraße bis zum Narrendorf führte.
Zunftmeisterempfang mit besonderen Ehrungen
Bereits um 13:30 Uhr begann im Barzelt der feierliche Zunftmeisterempfang, bei dem besondere Verdienste gewürdigt wurden. Die Gründungsmitglieder erhielten für ihre 50-jährige Mitgliedschaft eine Ehrung – ein bewegender Moment, der die lange Tradition der Schlierbachnarren unterstreicht. Zudem wurden Zunftmeister Willi Veelker und der zweite Zunftmeister Martin Blank mit der bronzenen Ehrennadel der Schwarzwälder Narrenvereinigung ausgezeichnet – eine Anerkennung für ihr großes Engagement und ihren Einsatz für die Zunft. Eine weitere Anerkennung ging an das Ehrenmitglied der Schlierbach-Narren Britt Koch. Für Ihr langes Engagement im Verein (über 28 Jahre Vereinsmitglied, davon über 15 Jahre in unterschiedlichen Funktionen im Vorstand) nahm sie sichtlich gerührt den bronzenen Ehrenorden der Schwarzwälder Narrenvereinigung von Anne-Rosel Schwarz entgegen.
Reibungsloser Ablauf dank präziser Planung
Der straffe Zeitplan wurde punktgenau eingehalten: Während im Barzelt die Ehrungen stattfanden, öffnete die Halle bereits für Frühankommer. Um 16:11 Uhr setzte sich der imposante Umzug in Bewegung – ein bunter närrischer Zug, der sich durch die vollbesetzten Straßen Schabenhausens zog.


Auch das Wetter spielte mit: Zwar war es kalt, aber es blieb trocken – beste Bedingungen für einen Dämmerungsumzug. In der Ortsmitte gab es kein Durchkommen mehr.







































































































































































































Michael Knöpfle und Karin Höllein vom Brauchtumsausschuss der SNV kommentierten den Umzug mit viel Sachkenntnis und Begeisterung. Sie warteten mit interessanten Hintergründen zu den einzelnen Zünften und ihren Häsern auf und hatten gemeinsam mit den vielen Zuschauern sichtlich Freude am bunten Treiben.
Feiern an allen Ecken: Halle, Zelt und Besenwirtschaften
Ab 17:30 Uhr ging es im Narrendorf richtig los – und zwar gleich an mehreren Orten. In der Schlierbachhalle eröffnete Alleinunterhalter Alex Rist das Programm, bevor Zunftmeister Willi Veelker die zahlreichen Gäste herzlich begrüßte. Die Gardetänze der Garde Teenies und der großen Garde sowie der traditionelle Brauchtumstanz der Brunnenschrecks sorgten für begeisterten Applaus. Die Musik- und Trachtenkapelle Schabenhausen und später die Guggemusik "Die Ohrwürmer" heizten der Stimmung zusätzlich ein. Neben dem bunten Programm wurden in der Halle Essen, Kaffee und Kuchen sowie Getränke angeboten.
Parallel dazu legte DJ Matze im großen Discozelt vor der Halle auf und brachte das Narrenvolk zum Tanzen. Im gesamten Narrendorf verteilten sich weitere Verpflegungsstationen: Der Jugendclub sowie mehrere Besenwirtschaften rund um die Halle sorgten dafür, dass niemand hungrig oder durstig bleiben musste. Überall herrschte ausgelassene Stimmung und beste Laune.
Ein Heer von Helfern macht's möglich
Ein Fest dieser Größenordnung stemmt man nicht alleine – und schon gar nicht ohne akribische Planung. Bereits am Mittwoch, 14. Januar, begann der Aufbau mit der Anlieferung des Barzelts.
Und da der Zeltaufbau - mal abgesehen von dem Aufwand mit den Erdnägeln, auf die der Zeltbaumeister bestanden hat...
... so gut gelaufen ist, wurde schwupp-die-wupp auch noch die Theke ins Zelt gestellt. Ihr seid der Wahnsinn!
Am Donnerstag wurden Licht und Stehtische aufgebaut, Container umgeräumt, Bachwasser zubereitet und vieles mehr.






Am Freitag folgte dann der letzte große Kraftakt vor dem Zelt: Von 12 bis 18 Uhr richteten zahlreiche Helfer das Barzelt ein, bauten Banner, Bauzäune, Pavillons, Toilettenwägen und Absperrungen auf und bereiteten die gesamte Infrastruktur für den großen Tag vor. Sogar eine Nachtwache von 22 Uhr bis 8 Uhr morgens sorgte dafür, dass alles sicher blieb.




























Am Samstagmorgen ging es ab 10 Uhr weiter: Die Halle wurde final eingerichtet, die Küche vorbereitet, das Barzelt fertiggestellt. Parallel dazu wurden Straßen abgesperrt, Parkplätze vorbereitet und die Umzugsstrecke kontrolliert. Der Zunftmeisterempfang musste organisiert, Essen und Getränke bereitgestellt werden.
Den ganzen Tag über waren Helfer im Einsatz: in der Hallenküche, an den Getränke- und Essensausgaben, beim Tischabräumen, am Kaffeebuffet, in den Verkaufshäuschen vor der Halle, im Jugendclub, im Barzelt und bei der Organisation des Umzugs. In mehreren Schichten – manche bis 3 Uhr morgens – sorgten sie dafür, dass die Gäste bestens versorgt wurden. Sogar am Sonntag und Montag waren noch viele fleißige Hände beim Abbau, Aufräumen und Reinigen im Einsatz.
Unterstützung durch befreundete Zünfte
Dass das Fest so reibungslos über die Bühne ging, verdanken die Schlierbachnarren auch der tatkräftigen Unterstützung befreundeter Zünfte. Allen voran geht hier ein großer Danke an die Kieschtock-Zunft Unterkirnach, die Patenzunft der Schlierbach-Narren. Aber auch aus Niedereschach kamen die Deifelzunft, die Lehr-Hexen und die Narrenzunft Niedereschach und standen ihren Freunden aus Schabenhausen zur Seite. Diese gelebte Solidarität zwischen den Zünften ist ein wunderbares Beispiel für den Zusammenhalt in der schwäbisch-alemannischen Fasnet.
"Wir sind vor allem auch dankbar für die großartige Unterstützung von vielen Seiten", betonte Zunftmeister Veelker immer wieder sichtlich zufrieden. Diese tolle Gemeinschaft, bei der alle an einem Strang ziehen – eigene Mitglieder wie befreundete Zünfte –, machte das Jubiläumsfest zu dem, was es war: ein rundum gelungenes Ereignis ohne nennenswerte Probleme.
Abbau am Sonntag und am Montag
Bereits am Sonntag morgens um acht Uhr war das Infrastrukturteam, allen voran Stefan und Manuel Staiger sowie Dirk Schöller, schon wieder fleißig und begann mit der Demontage der Bauzäune und der Straßensperren. Ab 10 Uhr war das halbe Dorf und auch schon wieder Freunde aus Niedereschach auf den Beinen: das Barzelt wurde leer geräumt, die Halle geputzt und die Gehwege und Straßen wurden gereinigt und vieles mehr. Mittags gab es nochmal ein gemeinsames Essen.

































Und am Montag ging es dann dem Gerüst des Zelts sowie den verflixten Erdnägeln an den Kragen.
Nachdem auch der Außenbereich des Kindergartens wieder aufgebaut und gesäubert war gab es noch ein leckeres Essen im Stüble. Vorbereitet von Manuela Mager, die bereits am Samstag von morgens bis tief in die Nacht für das Küchenteam im Einsatz war - wow!
Dank an unsere Sponsoren
Ein Fest dieser Größenordnung ist nicht nur eine organisatorische Herausforderung, sondern auch eine finanzielle. Die Schlierbachnarren sind daher besonders dankbar für die großzügige Unterstützung ihrer Sponsoren, ohne die das Jubiläum in dieser Form nicht möglich gewesen wäre.
Gold-Sponsoren:
- Staiger Erdbau & Gartengestaltung
- Staiger Baggerbetrieb
- Staiger Baudienstleistungen
- Staiger Schlosserei & Metallbau
- DAST-Tec
Silber-Sponsoren:
- Sparkasse Schwarzwald Baar
- Touratech
- Jäckle+Flaig
- Formenbau Staiger GmbH
- Bricks & Mortar Immobilien GmbH
Bronze-Sponsoren:
- Volksbank eG – Die Gestalterbank
- Beck Elektronik
- Kühne Druck- & Werbetechnik
- Taxi 5xdie5 Villingen
- Picobello Schuler Gebäude Service GmbH
- J. Fornal KFZ-Technik
- Getränke Ketterer
- Stadtwerke Villingen-Schwenningen GmbH
"Ein dreifaches Schlierbach – Ahoi! und Brunne – Schreck! an alle unsere Sponsoren", so die Schlierbachnarren. "Ihr macht unser Jubiläum zu etwas ganz Besonderem!"
"7-Quadrat plus 2" – Ein Motto mit Augenzwinkern
Das mathematische Motto "7-Quadrat plus 2" (7² + 2 = 51) spielte augenzwinkernd auf die etwas verspätete Feier des 50-jährigen Jubiläums an. Nach der bedauerlichen Absage im Jahr 2025 starteten die Schlierbachnarren 2026 einen neuen Anlauf – und wie! "Wer feiert schon das 50.? Es bleibt eine Schnapszahl und somit ein Grund zum Feiern!", so das Credo der Zunft.

Mit diesem Motto, einem perfekt organisierten Fest, der Unterstützung zahlreicher Zünfte und dem unermüdlichen Einsatz vieler Helfer setzten die Schlierbachnarren ein beeindruckendes Zeichen für gelebtes Brauchtum und starken Zusammenhalt in der schwäbisch-alemannischen Fasnet.






























































































































